Gleitzeit

In Gleitzeit können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Rahmen bestimmter Regeln Beginn, Ende und gegebenenfalls auch die Länge der Arbeitszeit selbst bestimmen. Gleitzeit verschafft Beschäftigten und Unternehmen mehr zeitliche Flexibilität, denn beide Seiten können bedarfsorientierter agieren.

Kurzbeurteilung aus Sicht der Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Gleitzeit ist sehr gut geeignet, um Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren, da die Beschäftigten die tägliche Dauer sowie die Lage ihrer vereinbarten Arbeitszeit – unter Berücksichtigung betrieblicher Erfordernisse beziehungsweise im definierten Gleitzeitrahmen – selbstbestimmt auswählen und damit Freiräume für die Familie schaffen können. Aufgrund der flexiblen Handhabung der Arbeitszeiten entsteht so auch Freiraum für kurzfristig anfallende familiäre Verpflichtungen.

Durch Gleitzeit können Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer Zeitreserven ansparen und diese später für mehr Urlaub oder einen Freizeitblock von längerer Dauer einlösen (abhängig von der betriebsinternen Regelung).

Branchen- und Zielgruppenfokus

Das Gleitzeitmodell ist für alle Branchen geeignet, aber aufgrund des individualisierten Ansatzes war das Modell anfangs nur im Verwaltungsbereich von Unternehmen verbreitet. Inzwischen hat sich Gleitzeit aber auch in anderen Bereichen, wie zum Beispiel der Herstellung, etabliert.

Organisatorische Voraussetzungen

Die Einführung der Gleitzeit ist an die Einrichtung von Arbeitszeitkonten (Gleitzeitkonten) geknüpft, um die tägliche Arbeitszeit zu dokumentieren. Der individuelle Ansatz erfordert eine gegenseitige Unabhängigkeit beziehungsweise gute Absprache der betreffenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, damit der Unternehmensbetrieb trotzdem weiterlaufen kann.

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