Lebensarbeitszeit

Ein Lebensarbeitszeitkonto ist für die Sammlung von langfristigem Guthaben gedacht. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können entsprechend individueller Lebensphasen über dieses Konto zusätzlich geleistete Zeit ansparen und aufbrauchen, indem sie ihre Arbeitszeit wieder reduzieren. Die Ausgestaltung dieses Modells erfolgt zumeist über individuelle Absprachen mit den betreffenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Kurzbeurteilung aus Sicht der Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Lebensarbeitszeitmodelle sind nicht für die tägliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf gedacht, sondern sollen größere Freiräume für arbeitsfreie Zeiten ermöglichen: mehrere Wochen, ein Jahr oder die Reduzierung des Arbeitsvolumens für längere Zeit. Für temporäre Aufgaben wie die Betreuung eines Kleinkinds oder die Pflege eines Angehörigen sind Lebensarbeitszeitkonten sehr geeignete Instrumente, die dank des langfristigen Ansatzes Unternehmen eine gute Basis für eine effiziente Personalplanung bieten.

Branchen- und Zielgruppenfokus

Lebensarbeitszeitkonten sind an keine bestimmte Branche gebunden. Das Modell eignet sich jedoch eher für Teilzeitbeschäftigte, da es bei Vollzeitbeschäftigten schnell zur Überlastung kommt, wenn Extrastunden auf dem Lebensarbeitszeitkonto gesammelt werden sollen.

Organisatorische Voraussetzungen

Das Modell erfordert die Einrichtung von Arbeitszeitkonten, um die tägliche Arbeitszeit zu dokumentieren. Unternehmen und Beschäftigte haben einen langfristigen Planungsansatz, bei dem idealerweise die gesamte Zusammenarbeit von Unternehmenseintritt bis Ruhestand geplant wird.

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