Vertrauensarbeitszeit

Bei der Vertrauensarbeitszeit bestimmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst, wann und wie lange sie arbeiten. Die Messung der Leistung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erfolgt anhand der Arbeitsergebnisse und nicht anhand der Arbeitszeit. Diese wird nur erfasst, da der Arbeitgeber verpflichtet ist, die Arbeitszeit, die über acht Stunden pro Tag hinausgeht, und den notwendigen Zeitausgleich aufzuzeichnen.

Kurzbeurteilung aus Sicht der Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Vertrauensarbeitszeit ist sehr gut geeignet, um Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren, da sie Beschäftigten eine sehr hohe Zeitsouveränität einräumt. Beschäftigte erledigen ihre Arbeit zu den für sie passenden Zeiten und erhalten so wertvolle Freiräume für familiäre Bedürfnisse. Arbeitgeber profitieren von der Reduktion von Leerlaufzeiten und einer hohen Leistungsbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Branchen- und Zielgruppenfokus

Vertrauensarbeitszeit wird vorzugsweise in projektorientierten Wirtschaftszweigen eingesetzt, zum Beispiel in der IT- oder Dienstleistungsbranche sowie in Forschung und Entwicklung. Darüber hinaus eignet sich das Modell besonders auf der Führungsebene.

Organisatorische Voraussetzungen

Vertrauensarbeitszeit ist nur durchführbar, wenn die Zielerreichung innerhalb eines bestimmten Zeitraums definiert werden kann. Die Arbeit muss es also erlauben, konkrete Arbeitsziele und Termine festzulegen.  Die Zieldefinition kann entweder durch den Betrieb oder beispielsweise im Falle von Führungskräften, alternativ auch durch die Beschäftigten erfolgen. Vertrauensarbeitszeit setzt sehr gut organisierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter voraus. Außerdem muss zwischen Unternehmen und Beschäftigten ein gewisses Maß an Vertrauen herrschen, um diese Form der Arbeitszeitgestaltung umzusetzen.

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