Mit dem Förderprogramm „Betriebliche Kinderbetreuung“ neue Betreuungslösungen schaffen

Berufstätig sein und die Kinder gut betreut wissen: Hier setzt das Förderprogramm „Betriebliche Kinderbetreuung“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend an. Unternehmen, die ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen, steigern nicht nur die Zufriedenheit, sondern auch die Motivation ihrer Beschäftigten. Entdecken Sie hier die Vorteile, die  das neue Förderprogramm für Unternehmen bietet.

 

 

Betriebliche Kinderbetreuung im Überblick

  • Vorteile für Arbeitgeber und Beschäftigte
  • Förderung für neue Plätze in der Kindertagesbetreuung, Kindertagespflege, Betreuung in Ausnahmefällen und Ferienbetreuung als Anschubfinanzierung
  • Förderzeitraum: bis Ende 2022
  • Individuelle Beratung und Unterstützung durch die Servicestelle

 

Die vier Bausteine des Förderprogramms

Die vier Bausteine des Förderprogramms

Eine gute betriebliche Kinderbetreuung muss zum Unternehmen und den Beschäftigten passen. Die vier Bausteine des Förderprogramms sind die Module, aus denen Sie ein passendes Betreuungsangebot für Ihre Beschäftigten entwickeln können. Der Förderlotse hilft dabei, die passenden Bausteine zu ermitteln.

Baustein 1: Kindertagesbetreuung

Der Arbeitgeber schafft neue Betreuungsplätze für Kinder von Beschäftigten im Alter von 0 bis 6 Jahren in der Betriebskita oder anderen Kindertageseinrichtungen (Belegplätze) und erhält dafür eine Förderung.

Denn eine standortnahe Kita erspart Beschäftigten mit Kindern lange Wege. Öffnungszeiten der Kita, die auch betriebliche Erfordernisse berücksichtigen, erleichtern Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Baustein 2: Kindertagespflege

Der Arbeitgeber schafft neue Betreuungsplätze für Kinder von Beschäftigten im Alter von 0 bis 6 Jahren in der Kindertagespflege oder als Belegplätze in der Großtagespflege und erhält dafür eine Förderung.

Denn eine Tagespflegestelle im Unternehmen oder in Standortnähe kann dabei helfen, eine Kinderbetreuung auch in Randzeiten zu gewährleisten.
 

Baustein 3: Betreuung in Ausnahmefällen

Der Arbeitgeber schafft neue Plätze für die Betreuung in Ausnahmefällen (Backup-Lösung, wenn die reguläre Betreuung einmal kurzfristig ausfällt) für Kinder von Beschäftigten im Alter von 0 bis 6 Jahren in Betriebskitas, anderen Kindertageseinrichtungen (Belegplätze) oder in der Kindertagespflege und erhält dafür eine Förderung.

Denn Beschäftigte, die für ihre Kinder auch in Ausnahmefällen auf eine verlässliche Betreuung zurückgreifen können, fallen seltener aus.
 

Baustein 4: Ferienbetreuung

Der Arbeitgeber schafft neue Betreuungsplätze in betrieblich unterstützten Ferienbetreuungsangeboten während der Schulferien für Kinder von Beschäftigten im Grundschulalter und erhält dafür eine Förderung.

Denn Betreuungsfragen in den Ferienzeiten lassen sich mit einem guten Ferienbetreuungsangebot einfacher lösen.
 

So einfach geht’s: In fünf Schritten zur betrieblichen Kinderbetreuung

Wenn Sie Ihre Beschäftigten bei der Kinderbetreuung unterstützen möchten, finden Sie hier Tipps, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen können:

  1. Ermitteln Sie den Bedarf
    Was ist Ihren Beschäftigten bei der betrieblichen Kinderbetreuung wichtig? Wie viele würden das Angebot in welchem Umfang nutzen? Es lohnt sich, diese Fragen vorab zu klären. Nutzen Sie dafür auch den Förderlotsen.
     
  2. Wir beraten Sie
    Sie haben noch Fragen? Die Servicestelle Betriebliche Kinderbetreuung berät und unterstützt Sie kostenfrei unter 0800 000 9838 und kinderbetreuung@erfolgsfaktor-familie.de
     
  3. Das passende Angebot wählen und Finanzierung planen
    Belegplätze nutzen? Eine eigene Betriebskita gründen? Plätze in der Backup- oder Ferienbetreuung schaffen? Entscheiden Sie sich für die Bausteine, die am besten zu Ihnen und Ihren Beschäftigten passen und planen Sie Ihren Arbeitgeberanteil ein.
     
  4. Finden Sie Partner
    Zu den formalen Anforderungen ist das Jugendamt vor Ort der richtige Ansprechpartner. Sie können mit erfahrenen Trägern zusammenarbeiten und sich beraten lassen. Arbeitgeber können auch gemeinsame Betreuungslösungen schaffen. Das lohnt sich besonders für kleine Unternehmen.
     
  5. Den Antrag stellen
    Der Träger der betrieblichen Kinderbetreuung oder das Unternehmen stellt den Förderantrag und übernimmt die Verwaltung. Ist alles geklärt, kann die betriebliche Kinderbetreuung starten!
     

Los geht's! - Hier geht es zur Registrierung.

 

Fragen und Antworten

Wer profitiert vom Programm?
Mit der Weiterentwicklung des Förderprogramms „Betriebliche Kinderbetreuung“ leistet das Bundesfamilienministerium einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung einer familienbewussten Lebens- und Arbeitswelt.

Das Förderprogramm ist Teil des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“ und unterstützt Arbeitgeber, die sich in der betrieblichen Kinderbetreuung engagieren wollen. Das Programm läuft seit dem 01.09.2020 und bis zum 31.12.2022. Sehen Sie hier die Videobotschaft von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey zum Programmstart.

Informieren Sie sich hier über die Förderrichtlinie und lassen Sie sich beraten. Schauen sich Sie auch unsere Online-Seminare mit vielen wichtigen Informationen zum Förderprogramm an.  

Wer und was wird gefördert?
Das Förderprogramm richtet sich an Arbeitgeber mit Sitz in Deutschland und regt insbesondere die Kooperation von kleinen und mittleren Unternehmen an. Die Zusammenarbeit mit öffentlichen, gemeinnützigen oder privat-gewerblichen Trägern von Kinderbetreuungsangeboten ist möglich und entlastet Unternehmen bei der Organisation ihrer Kinderbetreuungsplätze.

Die Förderung ist als Anschubfinanzierung für neue Plätze in der betrieblichen Kinderbetreuung konzipiert. Gefördert werden neue Plätze in der betrieblichen Kindertagesbetreuung, Kindertagespflege, Betreuung in Ausnahmefällen und Ferienbetreuung.

Wer stellt den Förderantrag?
Den Förderantrag stellen die Träger des Betreuungsangebots. Das können die Unternehmen selbst sein oder die Anbieter der Betreuungsplätze, mit denen die Unternehmen kooperieren. Weitere Informationen zum Förderprogramm und zum Förderantrag finden Sie hier.

 

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