Väter wünschen sich bessere Vereinbarkeit

Väter wollen beides – Familie und Karriere. Aktuelle Umfragen zeigen, dass viele Väter heute neue Prioritäten setzen. Statt die Karriere an erste Stelle zu stellen, möchten Väter häufig mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen.

Um Vätern diesen Wunsch zu erfüllen, kann in der Arbeitswelt an mehreren Stellen angesetzt werden: Zum einen können Unternehmen Väterfreundlichkeit stärker in den Fokus der Personalpolitik rücken. Dazu gehört, dass vollzeitnahe Arbeitsmodelle für beide Elternteile angeboten werden oder zweitweise von zu Hause gearbeitet werden kann. Zweitens ist eine vätersensible Kommunikation wichtig, damit sich nicht nur Mütter, sondern auch Väter von Vereinbarkeitsangeboten angesprochen fühlen. Vor allem aber können Unternehmen Führungskräfte ermutigen, familienunterstützende Angebote in Anspruch zu nehmen. Denn sie haben eine wichtige Vorbildfunktion – gerade für Männer.

Eine väterfreundliche Personalpolitik ist ein wichtiger Teil der NEUEN Vereinbarkeit und als solcher in der Arbeitswelt angekommen. Dies bestätigen Väter und Arbeitgeber in der jetzt erschienenen zweiten Auflage des Väter-Barometers.

Alle Ergebnisse der aktuellen Befragung im Überblick

Bild zeigt: Dirk Steufelmehl

Charité – Universitätsmedizin Berlin, Dirk Steufmehl, Teilzeit

Ich arbeite jetzt Teilzeit, meine Frau Vollzeit. Wir wollen beide unseren Kindern Zeit widmen – und das geht nur, indem wir uns die Aufgaben in der Familie untereinander aufteilen.

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Bild zeigt: Ondrej Svarc

Fahrzeugtechnik Miunske GmbH, Ondrej Svarc, Teilzeit

Der freie Tag erlaubt es mir, nicht nur Zeit für meinen Sohn zu haben. Ich kann dadurch die Einkäufe erledigen, zum Amt oder mit dem Jungen zum Arzt zu gehen – auch damit entlaste ich meine Frau.

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Bild zeigt: Jozef Snak

ICWE GmbH, Jozef Snak, Teilzeit

Durch mein individuelles Arbeitszeitmodell bin ich motiviert und zufrieden – das spiegelt sich sicher auch in meiner Leistung und in der Arbeitsatmosphäre wider.

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Partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist Eltern wichtig

Viele Paare wünschen sich eine partnerschaftliche Aufgabenteilung von Familie und Beruf. Studien zeigen aber, dass sich dieser Wunsch längst noch nicht in der Realität widerspiegelt. Denn nach wie vor arbeiten vor allem Männer in Vollzeit plus Überstunden, während Frauen oft in kleiner Teilzeit beschäftigt sind. 

Rund 75 Prozent der Väter würden gerne weniger arbeiten, wie Umfragen des Instituts für Demoskopie Allensbach belegen. So zeigt der im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellte „Monitor Familienleben 2014“, dass rund 50 Prozent der Väter lieber zwischen 30 und 40 Stunden pro Woche arbeiten würden. Knapp ein Drittel bevorzugt sogar die Teilzeit zwischen 20 bis 35 Stunden. 

Bild zeigt: Väterorientierung wird an Bedeutung gewinnen.

Auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber erwarten eine stärkere Nachfrage nach flexiblen Arbeitszeitmodellen durch Väter: 84 Prozent stimmen teilweise oder ganz der Aussage zu, dass Vereinbarkeitsangebote der Unternehmen künftig noch stärker von Vätern nachgefragt werden. Das geht aus einer Umfrage unter Personalverantwortlichen im Auftrag des Bundesfamilienministeriums hervor. Der Umfrage zufolge sind 88 Pozent der Meinung, dass Väter produktiver arbeiten, wenn sie eine an ihren individuellen Bedürfnissen ausgerichtete Arbeitszeit haben.

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