1. Modul: Text

Machen Sie Ihren Unternehmenscheck!

  • Wie familienfreundlich schätzen Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihr Unternehmen ein?
  • Was wären Ansatzpunkte, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu entwickeln?
  • Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrifft das Thema überhaupt und welchen Bedarf gibt es?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des UnternehmensChecks „Erfolgsfaktor Familie“. Das Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ stellt interessierten Mitgliedern mit dem UnternehmensCheck einen Fragebogen sowie Tipps und Hinweise für eine Beschäftigtenbefragung zur Verfügung.

Der UnternehmensCheck - was ist das?

Mit dem UnternehmensCheck „Erfolgsfaktor Familie“ können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ihre familienbewusste Unternehmensführung überprüfen und weiterentwickeln. Im Zentrum steht der Dialog mit den Beschäftigten: Sie werden gefragt, wie Sie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehen, welche Maßnahmen wie bei ihnen „ankommen“ und was zukünftig helfen würde. Mit dem UnternehmensCheck können Unternehmen die interne Kommunikation zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen und die Weiterentwicklung des Themas unternehmensspezifisch anstoßen.

Der UnternehmensCheck...

  • hilft Ihnen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Unternehmen zum Thema zu machen.
  • bezieht die Beschäftigten bei der Gestaltung familienbewusster Unternehmenskultur ein.
  • hilft, das Klima im Unternehmen besser einzuschätzen.
  • zeigt Ansatzpunkte, wo Sie etwas tun können, um intern und extern als familienbewusster Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.
  • deckt Informationsdefizite auf.
  • gibt Vergleichswerte und ermöglicht Austausch mit anderen Unternehmen.

Kern des UnternehmensChecks ist ein standardisierter Online-Fragebogen. Unternehmen, die den UnternehmensCheck bei sich durchführen, erhalten unter bestimmten Voraussetzungen Zugang zu Vergleichsgrößen, die helfen, Befragungsergebnisse einzuschätzen.

Ein Leitfaden zu Beschäftigtenbefragungen mit dem Titel "Familienfreundlichkeit im Dialog" steht Ihnen hier zur Verfügung.

Wenn Sie eine Beschäftigtenbefragung zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie planen, nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie telefonisch und stellen Ihnen den Fragebogen anschließend zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartnerin im Netzwerkbüro: Corinna Schwedhelm (netzwerkbuero@dihk.de)

 

 

Porträts der teilnehmenden Unternehmen

Porträts der teilnehmenden Unternehmen

Mit dem UnternehmensCheck "Erfolgsfaktor Familie" haben von 2010 bis 2014 bislang 33 Arbeitgeber ihre familienbewusste Personalpolitik geprüft und weiterentwickelt. Wenn Sie eine Befragung und planen und Interesse an dem Fragebogen des UnternehmensChecks haben, nehmen Sie gern Kontakt zum Netzwerkbüro "Erfolgsfaktor Familie" auf.

Lesen Sie in ausgewählten Porträts aus den Jahren 2014 und 2013 über die wichtigsten Ergebnisse und Erfahrungen.

Beresa GmbH & Co. KG

KFZ-Branche, Münster, 667 befragte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Das Unternehmen

  • Autohaus und KFZ-Service (Vertreter der Daimler AG) an 17 Standorten in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen
  • 80 Prozent männliche Beschäftigte
  • 85 Prozent arbeiten in Vollzeit
  • Regelmäßige Mitarbeiterbefragungen

Warum der UnternehmensCheck?

„Es ist uns wichtig, das Feedback aus der Belegschaft zu erhalten und die Bedarfe zu erkennen. Mit der Befragung möchten wir Impulse geben und die Führungskräfte für das Thema sensibilisieren. Darüber hinaus sind wir immer auf der Suche nach qualifizierten Fachkräften und möchten den Anteil an weiblichen Beschäftigten in unserem Unternehmen erhöhen.“ (Bernadette Voß, Leiterin Personal)

Wie hat es funktioniert?

  • Vorbereitung der Befragung mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat
  • Ankündigung der Befragung über ein persönliches Schreiben der Geschäftsführung an die Beschäftigten sowie eine gesonderte Information an die Führungskräfte an allen 17 Standorten, Plakataushänge
  • Online-Befragung
  • Befragungszeitraum: 4 Wochen
  • Rücklaufquote bei knapp 55 Prozent
  • Diskussion der Ergebnisse mit der Geschäftsleitung und Festlegung nächster Schritte
  • Wichtigste Erkenntnis: Die Aktivitäten der Unternehmensleitung kommen nur teilweise bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an. Überrascht hat, dass die jungen Beschäftigten sich noch wenig mit dem Thema auseinandersetzen.

Wie geht es weiter?

  • Die Kommunikation der zentralen Ergebnisse erfolgt zeitnah über ein persönliches Schreiben der Geschäftsführung
  • Anschließend werden den Beschäftigten weiterführende Informationen zu den Schlüsselthemen und der Möglichkeit, sich am Prozess zu beteiligen, zur Verfügung gestellt
  • Angebote und Ansprechpartner sollen im Intranet dargestellt werden, um die Transparenz zu erhöhen
  • Führungskräfte werden für das Thema weiter sensibilisiert

„Der strukturierte Ablauf und die externe Moderation hat uns zielgerichtet und sachorientiert bei der Befragung unterstützt. Wir konnten reges Interesse am Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie feststellen und wollen weiter daran arbeiten.“ (Bernadette Voß, Leitung Personal)

„Durch den UnternehmensCheck konnten wir positive Signale an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben, die auch positiv aufgefasst wurden. Als Unternehmen ist die Familienorientierung ein wichtiger Baustein auch zukünftig gute Fachkräfte für unser Unternehmen zu gewinnen.“ (Winfried Hoette, Geschäftsführer Beresa)

LandesSportBund Niedersachsen e.V.

Sportorganisation, Hannover, 185 befragte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Das Unternehmen

  • Dachverband des organisierten Sports in Niedersachsen mit zwei Standorten
  • 44 Prozent männliche Beschäftigte, 56 Prozent weibliche Beschäftigte
  • 60 Prozent arbeiten Vollzeit
  • Ein Drittel ist seit zehn Jahren und mehr in der Organisation

Warum der UnternehmensCheck?

„Wir möchten die Wahrnehmung unserer Mitarbeitenden zu den familienbewussten Angeboten des Landessportbundes überprüfen und schauen, welche Maßnahmen wir gegebenenfalls optimieren können. Zudem möchten wir unsere Beschäftigten anregen, sich eigenverantwortlich in den Prozess zum Themenfeld einzubringen.“ (Reinhard Rawe, Vorstandsvorsitzender)

Wie hat es funktioniert?

  • Vorbereitung der Befragung mit dem Vorstand und dem Betriebsrat
  • Ankündigung der Befragung über ein persönliches Schreiben des Vorstandsvorsitzenden  an die Beschäftigten
  • Befragung online und schriftlich
  • Befragungszeitraum: 3 Wochen
  • Rücklaufquote bei 71,4 Prozent
  • Diskussion der Ergebnisse mit dem Vorstand und Festlegung nächster Schritte und Ankündigung der Ergebnispräsentation auf der Betriebsversammlung
  • Wichtigste Erkenntnis: Die Mehrheit der Beschäftigten nimmt den LSB als guten Arbeitgeber wahr, der sich um die sozialen Belange seiner Mitarbeitenden kümmert. Die Regelungen zur flexiblen Arbeit finden große Zustimmung, auch würde der LSB mit großer Mehrheit als Arbeitgeber weiterempfohlen werden. Im Bereich der Information/Kommunikation zum Thema Beruf und Familie gibt es offenbar Verbesserungspotentiale. Überrascht haben teilweise die großen Wissenslücken selbst bei Fragen, zu denen häufig und auf verschiedenen Wegen informiert wird.

Wie geht es weiter?

  • Die Kommunikation der zentralen Ergebnisse erfolgt zeitnah über ein persönliches Schreiben des Vorstandsvorsitzenden
  • Die Ergebnisse werden im Intranet dargestellt.
  • Eine Arbeitsgruppe für das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird ins Leben gerufen

„Die Mitarbeitenden haben uns gespiegelt, dass sie den LSB als guten Arbeitgeber wahrnehmen. Die Ergebnisse deuten aber auch auf einige Handlungsfelder hin, die wir optimieren können. Diese konnten wir durch den UnternehmensCheck erkennen und können nun konkrete Schritte herausarbeiten.“ (Reinhard Rawe, Vorstandsvorsitzender)

LOTTO Hamburg GmbH

Dienstleistungen, Hamburg, 96 befragte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Das Unternehmen

  • Staatslotterie des Landes Hamburg
  • Knapp 60 Prozent weibliche Beschäftigte
  • Über 70 Prozent in Vollzeit beschäftigt

Warum der UnternehmensCheck?

„Wir wünschen uns konkrete Hinweise der Belegschaft zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familien, um unsere Arbeit an dem Thema kontinuierlich weiterzuführen und an die Bedarfe unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anpassen zu können. Durch die externe Begleitung erhoffen wir uns eine hohe Beteiligung.“ (Sibylle Höhn, Leiterin Personal)

Wie hat es funktioniert?

  • Vorbereitung der Befragung mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat
  • Ankündigung der Befragung über ein Schreiben per E-Mail, Plakataushang an zentralen Stellen des Unternehmens 
  • Die Befragung erfolgte ausschließlich online über einen Zeitraum von drei Wochen.
  • Rücklaufquote: 75 Prozent 
  • Die Ergebnisse wurden nach der Auswertung unter Beteiligung der Geschäftsführung und des Betriebsrats diskutiert und nächste Schritte festgelegt
  • Wichtigste Erkenntnis: Die Beteiligung war hoch und es gab die Bestätigung, dass die Ansätze des Unternehmens zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie wahrgenommen werden.

Wie geht es weiter?

  • Bericht zu den Ergebnisse an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein Aufruf, an einer internen Arbeitsgruppe zu dem Thema mitzuwirken
  • Führungskräfte werden gesondert über Ergebnis informiert und für das Thema sensibilisiert
  • kontinuierliche Information, z.B. gebündelte Informationen zu den Angeboten auf der Informationsplattform (Intranet) und an den Aushängen (Schwarze Bretter)

„Der UnternehmensCheck hat uns Ansätze gegeben, mit denen wir an dem Thema familienbewusste Personalpolitik weiterarbeiten können. Es gibt konkrete Themen, mit denen wir uns jetzt beschäftigen. Es hat mich gefreut, dass die Bereitschaft der Beschäftigten an dem Thema mitzuwirken, so hoch war.“ (Torsten Meinberg, Geschäftsführer)

PROBAT-Werke von Gimborn Maschinenfabrik GmbH

Maschinenbau, Emmerich am Rhein, 404 befragte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Das Unternehmen

  • Hersteller von Röstmaschinen und -anlagen
  • Hauptsitz in Emmerich am Rhein
  • Fast 75 Prozent männliche Beschäftigte
  • Knapp ein Drittel gewerbliche Beschäftigte

Warum der UnternehmensCheck?

„Wir möchten gezielt auf die Wünsche der Mitarbeiter eingehen können. Das Ergebnis der Umfrage gibt uns die Möglichkeit auf die Mitarbeiter zugeschnittene Maßnahmen durchzuführen.“ (Martin Starke, Leiter Verwaltung)

Wie hat es funktioniert?

  • Vorbereitung der Befragung mit der Geschäftsführung
  • Ankündigung der Befragung über das Intranet, Aushänge am Schwarzen Brett, Information in der Betriebsversammlung, Information in der Gehaltsabrechnung, Hinweis in der Mitarbeiterzeitung „ProMi“, Persönliche Information über Führungskräfte und Betriebsräte
  • Die Befragung erfolgte über einen standardisierten, personalisierten Link per E-Mail und ausgeteilte Fragebögen
  • Rücklaufquote bei knapp 73 Prozent
  • Die Ergebnisse wurden nach der Auswertung unter Beteiligung der Geschäftsführung, den Abteilungsleitern und des Betriebsrats diskutiert und nächste Schritte festgelegt
  • Wichtigste Erkenntnis: Die Beteiligung war hoch und es wurden konkrete Bedarfe aufgezeigt.

Wie geht es weiter?

  • Kurzinfo zur Befragung an die Mitarbeiter
  • Ein Flyer mit den familienfreundlichen Angeboten wird entwickelt
  • In das Familienbündnis von Emmerich wird ein(e) Vertreter(in) entsandt
  • Das Thema soll über das Intranet, den Betriebsrat und die Hauszeitung breit kommuniziert werden
  • Für die Fertigung wird an einer neuen Gleitzeitregelung gearbeitet
  • Angebote für Ferienbetreuung und zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie werden bekannt gemacht
  • Führungskräfte werden für das Thema sensibilisiert

„Es hat mich gefreut, dass die Beteiligung so hoch war – und wir sehen, wir sind auf einem richtigen Weg und unsere Belegschaft sieht das auch so. An den konkreten Bedarfen wollen wir weiter arbeiten – auch da hat uns die Befragung bestätigt, dass die Richtung richtig ist.“ (Wim Abbing, Geschäftsführer)

Kindernothilfe e.V.

Soziale Organisation, Duisburg, 165 befragte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Das Unternehmen

  • NGO der Entwicklungszusammenarbeit
  • 72 Prozent weibliche Beschäftigte
  • Lange Betriebszugehörigkeit: 27 Prozent der Belegschaft sind über 20 Jahre Teil der Organisation

Warum der UnternehmensCheck?

„Familienfreundlichkeit ist nicht nur für junge Berufstätige mit Kindern, sondern auch für Berufstätige mit zu pflegenden Familienangehörigen ein sehr wichtiges Kriterium bei der Arbeitgeberwahl. Die Kindernothilfe will mit dem Ausbau ihrer familienfreundlichen Personalpolitik die Chance nutzen, sowohl qualifizierte Fachkräfte auf sich aufmerksam zu machen, als auch sie langfristig an sich zu binden. Der UnternehmensCheck soll dabei eine zentrale Rolle spielen, indem er die Initialzündung für die Kindernothilfe darstellt. Mit dem UnternehmensCheck soll zunächst der echte Bedarf und vor allem das aktuelle Klima der Mitarbeiterschaft festgestellt werden, um daraus weitere familienfreundliche Maßnahmen (weiter-)entwickeln zu können. Darüber hinaus soll das bisherige Angebot, welches größtenteils individuell ausgerichtet ist, mit dem Ergebnis der Mitarbeiterbefragung so systematisiert werden, dass Maßnahmen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichberechtigt angeboten werden. Außerdem fehlt es der Kindernothilfe bis dato an einer geeigneten internen Kommunikation zum Angebot familienfreundlicher Maßnahmen. Der UnternehmensCheck soll Wege aufzeigen, diese entsprechend den Bedürfnissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verbessern.“ (Marcel Rütten, Personalreferent)

Wie hat es funktioniert?

  • Die Befragung wurde auf mehrfachem Wege (auf Basis eines Kommunikationsplans) vorbereitet: mit einer persönlichen Vorab-Information zum UnternehmensCheck der Bezugsgruppen (Vorstand, Mitarbeitervertretung, Datenschutzbeauftragter und Führungskräfte), anschließend mit einer Vorankündigung der Befragung bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch Vorstand und Personalabteilung per E-Mail, mit Postern (mit dem Aufruf an der Befragung teilzunehmen) im Pausenraum, im Foyer, an den Türen von Führungskräften, auf den Gängen und im Fahrstuhl.
  • Die Befragung erfolgte ausschließlich online.
  • Befragungszeitraum von vier Wochen, Reminder nach zwei Wochen per E-Mail
  • Rücklaufquote: 75 Prozent
  • Nach der Befragung wurde per E-Mail allen Beschäftigten für die Teilnahme gedankt und über die gute Rücklaufquote sowie die nächsten Schritte innerhalb des UnternehmensChecks informiert.
  • Die Ergebnisse wurden nach der Auswertung mit dem Vorstand, der Personalabteilung sowie der Mitarbeitervertretung und den Führungskräften im Interpretationsworkshop diskutiert. Anschließend wurden nächste Schritte festgelegt.
  • Nach der Auswertung wurden die Hauptergebnisse sowie ein Link zur ausführlichen Auswertung ins Intranet gestellt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter per interner Mail darüber informiert.
  • Wichtigste Erkenntnis: Die Teilnahme am UnternehmensCheck an sich hat schon die interne Kommunikation und die strategischen Ziele dazu verändert und verbessert. Dadurch wird die familienfreundliche Personalpolitik in hohem Maß wahrgenommen. Überraschend war zudem, dass in nahezu allen Punkten Rückmeldungen gegeben wurden, die die vorherigen Erwartungen übertroffen haben.   

Wie geht es weiter?

  • Die Personalabteilung arbeitet unter Einbezug der Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung an der Strategie zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei der Kindernothilfe weiter und arbeitet weitere Maßnahmen aus, vor allem beim Thema familienbewusste und gesundheitsfördernde Führung (Grundsätze) sowie ein Kontakthalte- und Wiedereinstiegsprogramm für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Familienphase (Patenprogramm).
  • Die interne Kommunikation wird im Vergleich zum Zeitraum vor der Befragung deutlich ausgebaut und über mehrere Kanäle gestreut.

„Wir wollten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem Prozess, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Organisation weiterzuentwickeln, mitnehmen und das haben wir geschafft. Durch die Bestätigung, dass wir gut aufgestellt sind, können wir an unserer Strategie weiterarbeiten und an manchen Stellen nachjustieren.“ (Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende)

„Unsere Erwartungen wurden deutlich übertroffen und wir sind von der positiven Resonanz überrascht. Der UnternehmensCheck bietet uns durch seine Ergebnisse eine sehr gute Basis und Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung unserer familienbewussten Personalpolitik. Wir werden weiterhin gemeinsam daran arbeiten, dass die Kindernothilfe auch zukünftig nach innen die Werte lebt, die sie nach außen vertritt.“
(Petra Niederau, Personalleiterin)

LVR-InfoKom

Informationstechnologie, Köln, 377 befragte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Das Unternehmen

  • IT-Dienstleister für den Landschaftsverband Rheinland (LVR)
  • versorgt den gesamten Verband sowie weitere Kunden mit modernen IT-Dienstleistungen.
  • Gut zwei Drittel männliche Beschäftigte
  • 85% arbeiten in Vollzeit
  • Beschäftigte sind überwiegend Fachkräfte der IT
  • Regelmäßige Umfragen zum Betriebsklima

Warum der UnternehmensCheck?

„Wir möchten klären, ob unsere eigene Einschätzung, dass wir bereits sehr familienfreundlich sind, einer Betrachtung durch die eigene Mitarbeiterschaft standhält. Außerdem wollen wir eventuelle Lücken erkennen und Ideen entwickeln, wie sie geschlossen werden können. Wir erhoffen uns auch, dass wir mit diesem Prozess die Sensibilität für das Thema bei den Führungskräften und im Betrieb an sich schärfen. Und schließlich wollen wir als „gecheckter“ Betrieb ein noch attraktiverer Arbeitgeber sein.“ (Myriam Fürst, Leitung Personalentwicklung) 

Wie hat es funktioniert?

  • Vorbereitung der Befragung mit der Geschäftsführung
  • Ankündigung der Befragung über das Intranet, Informationsauftrag in der Abteilungsleiter-Runde, Rundmail der Geschäftsführung, Aushang von Plakaten
  • Online-Befragung
  • Erinnerung an die Befragung mittels eines „Aufstehmännchens“ für den Schreibtisch – mit von der Geschäftsführung unterzeichneter Karte
  • Zusätzlich Motivationsmail seitens der Geschäftsleitung im letzten Teil des Befragungszeitraums
  • Rücklaufquote bei knapp 69%
  • Die Ergebnisse wurden nach der Auswertung unter Beteiligung der Geschäftsleitung, von Führungskräften, der Unternehmenskommunikation, der Personalabteilung und der Gleichstellungsstelle diskutiert und nächste Schritte festgelegt.
  • Wichtigste Erkenntnis: Das Angebot ist bereits sehr umfangreich und wird auch so wahrgenommen. Die Aktivitäten müssen aber zum Teil neu geordnet und insbesondere an der Kommunikation gearbeitet werden. 

Wie geht es weiter?

  • Die Kommunikation der Ergebnisse erfolgte zeitnah im Rahmen des hausinternen „InfoNets“
  • Separate Information der Geschäftsführung an die Führungskräfte
  • Ergebnisse der Befragung werden auch auf der kommenden Betriebsversammlung vorgestellt
  • Angebote und Ansprechpartner sollen in einem Flyer gebündelt dargestellt werden, um die Transparenz zu erhöhen

„Das ausgereifte und transparente Verfahren und die sehr detaillierte Auswertung beim UnternehmensCheck hat uns dabei unterstützt, Optimierungspotential zu erkennen. Wir haben schon vermutet, dass unser Angebot insgesamt gut wahrgenommen wird, mit den Ansätzen im UnternehmensCheck haben wir aber auch eine sehr gute Ausgangsbasis für eine Neuordnung und weitere Optimierung. Das gute Miteinander der internen und externen Akteure hat bei uns dazu beigetragen, dass wir uns mit dieser Beteiligung wirklich auf die Ergebnisse stützen können.“ (Myriam Fürst, Leitung Personalentwicklung)

„Der UnternehmensCheck hat uns bestätigt: Es gibt kaum Bedarf hinsichtlich neuer Werkzeuge, die kontinuierliche Arbeit an Transparenz und Kommunikation ist aber zentral.“ (Karl-Heinz Frankeser, Geschäftsführung LVR-InfoKom)

Sparkasse Bochum

Kreditinstitut, Bochum, 1.300 befragte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Das Unternehmen

  • Kreditinstitut
  • 61 % weibliche Beschäftigte
  • 93,5% kaufmännische Beschäftigte, 6,5% gewerblich Beschäftigte
  • Eine Hauptstelle und 45 Geschäftsstellen im Stadtgebiet

Warum der UnternehmensCheck?

„Wir wollen die betrieblichen Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie bedarfsgerecht ausrichten – und da wir bislang noch keine Beschäftigtenbefragung zu dem Thema gemacht haben, erhoffen wir uns davon wichtige Erkenntnisse.“ (Ute Falkenberg, Gleichstellungsbeauftragte und Mitglied der Projektleitung berufundfamilie)

Wie hat es funktioniert?

  • Vorbereitung der Befragung: Ankündigung und Information erfolgte vorab mittels der Möglichkeiten des hausinternen Intranets.
  • Die Befragung erfolgte ausschließlich online, den gewerblichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde ein PC-Zugang ermöglicht.
  • Befragungszeitraum von vier Wochen, Reminder nach zwei Wochen per E-Mail. Hinweis auf die angelaufene Befragung in der Personalversammlung.
  • Rücklaufquote: 44,3% Prozent
  • Die Ergebnisse wurden nach der Auswertung mit der Steuerungsgruppe für das audit berufundfamilie im Interpretationsworkshop diskutiert. Anschließend wurden nächste Schritte festgelegt.
  • Ein Hinweis auf die Ergebnisse der Befragung und das weitere Vorgehen wird in der Mitarbeiterzeitung veröffentlicht.
  • Wichtigste Erkenntnis: Durch die Ergebnisse des UnternehmensChecks lässt sich auch überprüfen, welche Zielgruppen (z.B. nach Alter und Betriebszugehörigkeit) wie über die Maßnahmen im Haus informiert sind.

Wie geht es weiter?

  • Die Ergebnisse werden in den Re-auditierungsprozess zum audit berufundfamilie mit aufgenommen, um konkret an neuen Maßnahmen zu arbeiten.
  • Bei der Umsetzung des Pilotprojektes „Telearbeit“ wird auf spezifische Befragungsergebnisse Bezug genommen.
  • Mittelfristig ist eine erneute Befragung geplant, um die Entwicklung im Unternehmen abbilden zu können.

„Der UnternehmensCheck stellt einen von Fachleuten entwickeltes und praxiserprobtes Instrument dar – ein eigener Entwicklungsaufwand entfällt. Die Datenerhebung wird für den Prozess in unserem Haus hilfreich sein, ihre praktische Anwendbarkeit werden wir jedoch erst in näherer Zukunft bewerten können. Ein klarer Vorteil ist, dass wir uns nun nicht auf unser Gefühl verlassen müssen, sondern statistische Ergebnisse in der Hand haben.“ (Carsten Kaulfuß, stv. Personalleiter und Mitglied der Projektleitung audit berufundfamilie)

Evangelische Darlehensgenossenschaft eG

Bank, Kiel, 137 befragte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Das Unternehmen

  • Dienstleister für Kirchen, Diakonie, Caritas, sonstige Freie Wohlfahrtspflege und private Träger
  • 50 Prozent weibliche Beschäftigte, 50 Prozent männliche Beschäftigte
  • Eltern mit Kindern bis zu 12 Jahren: 40 Prozent

Warum der UnternehmensCheck?

„Neben einer Bestandsaufnahme sollte das Ziel sein, das Thema Familie und Beruf als festen Bestandteil unserer Personalstrategie und Personalpolitik zu etablieren und in das Bewusstsein unserer Beschäftigten zu bringen. Damit wollen wir auch in Zukunft ein attraktives Unternehmen für Ist- wie auch zukünftige Mitarbeiter/innen sein.“ (Ralf Wilms, Personalleiter)

Wie hat es funktioniert?

  • Kommunikation der Befragung zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie über  die Betriebsversammlung, per Intranet, über persönliche Ansprache der MitarbeiterInnen durch die Projektgruppenmitglieder
  • Die Befragung erfolgte über einen personalisierten Link per E-Mail.
  • Befragungszeitraum von gut drei Wochen, Reminder wurde nach zwei Wochen verschickt
  • Rücklaufquote bei 72 Prozent
  • Die Ergebnisse wurden nach der Auswertung der Projektgruppe vorgestellt. Anschließend wurden nächste Schritte festgelegt.
  • Wichtigste Erkenntnis: Hohe Übereinstimmung zwischen angenommenen Themen und tatsächlichen Ergebnissen. Es wurde eine höhere Anzahl an Beschäftigten mit pflegebedürftigen Angehörigen vermutet, als es im Ergebnis tatsächlich war. Dennoch wird von einer steigenden Zahl ausgegangen.

Wie geht es weiter?

  • Die Projektgruppe hat die Ergebnisse und die geplanten weiteren Schritte den Mitarbeitern über das Intranet mitgeteilt.  
  • Die fortlaufenden Weiterentwicklungen der identifizierten Themen werden durch Betriebs-, Mitarbeiterversammlungen sowie über das Intranet regelmäßig kommuniziert.

„Die Befragung hat uns geholfen, das Thema Beruf und Familie noch mehr in den Fokus der Unternehmenspolitik zu stellen. Die durch den UnternehmensCheck stattfindende Thematisierung als auch die konkreten Ergebnisse sind damit zukunftsweisende und wichtige personalstrategische Schritte.“ (Hans-Nissen Andersen (Vorstandsvorsitzender)

„Wir haben mit dem UnternehmensCheck ein professionelles und objektives Instrument zur Seite gestellt bekommen, das die Motivation unterstreicht, das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie voranbringen zu wollen. Insbesondere im Vergleich zu den anderen Unternehmen konnten wir sehen, wo wir in etwa stehen. Zudem haben wir erkannt, welche Handlungsfelder beim Thema Beruf und Familie für uns relevant sind. Mit diesen Erkenntnissen können wir nun unsere Projektarbeit intensiv fokussiert aufbauen“ (Ralf Wilms, Personalleiter)

Festo AG & Co. KG

produzierendes Unternehmen, Standort Esslingen, 4.784 befragte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Das Unternehmen

  • Automatisierungstechnik
  • 71 Prozent männliche Beschäftigte
  • 89 Prozent der Beschäftigten arbeiten in Vollzeit

Warum der UnternehmensCheck?

„Unser Ziel ist es, vorhandene Möglichkeiten und Themen in Bezug auf Beruf und Familie aufzuzeigen und bekannt zu machen. Dafür soll die Befragung ein weiterer Meilenstein sein und das Thema neu in das Blickfeld der Beschäftigten rücken. Wichtiger Aspekt ist dabei der neutrale Blick von „außen“ durch das Netzwerkbüro und die Beraterin für familienbewusste Personalpolitik. Wir erhoffen uns aus den Ergebnissen spezielle Bedarfe und Schwerpunkte zu erkennen und daraus Ansatzpunkte weiter zu entwickeln“ (Helga Schibat, Personalreferentin)

Wie hat es funktioniert?

  • Kommunikation der Befragung zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie per Intranet und über Infoboards
  • Die Befragung erfolgte über einen standardisierten, personalisierten Link per E-Mail und ausgeteilte Fragebögen. Die Verteilung der Print-Fragebögen erfolgte über das BR-Büro; Elternzeitler erhielten den Fragebogen per Post
  • Befragungszeitraum von gut drei Wochen, Reminder wurde nach zehn Tagen verschickt.
  • Rücklauf der Fragebögen an den Betriebsrat und HR über aufgestellte Urnen
  • Rücklaufquote: 20 Prozent
  • Die Ergebnisse wurden nach der Auswertung der Projektgruppe und dem Betriebsrat vorgestellt. Anschließend wurden nächste Schritte festgelegt.
  • Wichtigste Erkenntnis: Die Kommunikation der Maßnahmen sollte zielgruppenorientierter werden. Überraschend war, dass die im Vorfeld bereits gesteigerte Information und Kommunikation zum Thema, z.B. Information über Pflegeangebote, wenig „Erfolg“ bei der Umfrage zeigte. 

Wie geht es weiter?

  • Weitere Betrachtung der Ergebnisse in der Projektgruppe und Ausarbeitung der identifizierten Themen
  • Kommunikation der Ergebnisse erfolgte nach der Befragung.

„Die Ergebnisse des UnternehmensChecks haben uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Dennoch werden vorhandene, familienfreundliche Angebote nicht als solche von den Beschäftigten erkannt. Hier müssen wir vor allem kommunikativ ansetzen und die richtige Sprache der Zielgruppen sprechen.“ (Michael Graf, Leitung Human Resources, Strategy and Innovation)

Haus Früchting, Stiftung Petrus Canisius

Behindertenhilfe, Vreden, 186 befragte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Das Unternehmen

  • Wohnen und Arbeiten für Menschen mit Behinderungen
  • 28 Prozent männliche Beschäftigte, 72 Prozent weibliche Beschäftigte
  • 28 Prozent Teilzeitbeschäftigte (bis 50 Prozent)
  • 53 Prozent der Beschäftigten arbeiten in wechselndem Schicht- und Wochenenddienst

Warum der UnternehmensCheck?

„Wir möchten eine abgestimmte und breit getragene Perspektive für die weitere Entwicklung der Familienfreundlichkeit in unserem Unternehmen erreichen. Dafür interessieren uns die aktuellen Interessen und Bedürfnisse der Belegschaft, um sie im Einvernehmen mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie der Mitarbeitervertretung umsetzen zu können.“ (Leitungsteam Haus Früchting)

Wie hat es funktioniert?

  • Vorbereitung der Befragung mit dem Heim- und Werkstattleiter, Führungskräften und der Mitarbeitervertretung
  • Vorankündigung der Befragung im internen Informationsblatt und bei den regelmäßigen Arbeitsbesprechungen, Aushang eines Plakats
  • Austeilung der Befragung als Papierfragebogen an die Beschäftigten (Verteilung über die Hauspost)
  • Rücklauf der gedruckten Fragebögen via Mitarbeitervertretung (Urne und Briefkasten)
  • Befragungszeitraum von drei Wochen
  • Rücklaufquote bei 60,9 Prozent
  • Die Ergebnisse wurden nach der Auswertung mit der Heimleitung, der Werkstattleitung, sowie der Mitarbeitervertretung und den Führungskräften des Wohnbereiches diskutiert. Anschließend wurden nächste Schritte festgelegt.
  • Wichtigste Erkenntnis: Das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ beschäftigt die Mitarbeitenden intensiv. Dabei geht es bei jeweils einem Drittel der Befragten um Kindererziehung bzw. die Pflege von Angehörigen. Der hohe Anteil an älteren Mitarbeitenden (56 Jahre und älter), die Schwierigkeiten mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie haben, hat überrascht.

Wie geht es weiter?

  • Die Kommunikation der Ergebnisse erfolgte zeitnah im November 2013 im Rahmen einer hausinternen Information. Des Weiteren werden die Ergebnisse im Mitarbeiterbereich des Servers zur Verfügung gestellt.
  • Die Leitung hat weitere Gespräche  zu Erwartungen hinsichtlich der Umsetzung der in der Befragung kommunizierten Veränderungs- und Entwicklungswünsche geführt.
  • Anhand einer klarer Priorisierung für eine weitere Verbesserung der Familienfreundlichkeit kann nun die Umsetzung einzelner Maßnahmen geplant und auch schon teilweise umgesetzt werden.

„Der UnternehmensCheck hat uns durch die Ergebnisse eine gute Basis und Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der Familienfreundlichkeit gegeben. Wir sind von der positiven Resonanz überrascht, haben aber Ansatzpunkte, wo es schwierig ist. Dies wollen wir gemeinsam mit der Belegschaft angehen. Durch die klare Priorisierung in den Befragungsergebnissen können wir nun über konkrete Maßnahmen diskutieren und diese sukzessive umsetzen. Unsere Erwartungen an den UnternehmensCheck haben sich somit erfüllt.“ (Leitungsteam Haus Früchting)

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