Veranstaltungen von und mit dem Netzwerkbüro

Das Unternehmensnetzwerk lebt vom Austausch. Veranstaltungen bilden das Kernstück des Netzwerks. Nutzen Sie Ihre Mitgliedschaft im Unternehmensnetzwerk - vernetzen und informieren Sie sich auf unseren kostenfreien Veranstaltungen!

Willkommenstage für neue Mitglieder

Um Ihnen die Angebote des Netzwerkbüros „Erfolgsfaktor Familie“ vorzustellen, laden wir Sie auch in diesem Jahr herzlich zu den Willkommenstagen für neue Mitglieder ein. Dabei stehen Sie mit Ihren betrieblichen Belangen im Vordergrund. Nutzen Sie diesen Rahmen zum Austauschen, Netzwerken und Informieren. Wir unterstützen Sie gerne!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Multiplikationsveranstaltung

Im Mittelpunkt der jährlichen Multiplikationsveranstaltung stehen der Austausch und das Lernen der Netzwerkmitglieder von- und miteinander.

Bild zeigt Multiplikationsveranstaltung
Bild zeigt Schweitzer und Schwesig

Der Unternehmenstag "Erfolgsfaktor Familie"

Hochrangig besetzt mit Bundesfamilienministerin und DIHK-Präsident findet einmal im Jahr der Unternehmenstag „Erfolgsfaktor Familie“ in Berlin statt. 

Dokumentation

Veranstaltungsdokumentation

Im Folgenden möchten wir Sie an unseren Veranstaltungen in Form von ausgewählten Dokumentationen teilhaben lassen.

Alles zu „meiner“ Zeit! Forum zur individualisierten Personalpolitik am 08.02.2017 in der IHK zu Dortmund und am 22.02.2017 in der IHK Stuttgart

Ob Elternzeit, Pflege oder andere familiäre Belange - Menschen haben unterschiedliche Vorstellungen davon, wie sie Lebensphasen gestalten möchten. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fragen daher zunehmend nach individuellen Vereinbarkeitslösungen, meist sind diese jedoch nicht explizit in den Personalkonzepten der Unternehmen integriert.

Die Workshops des Netzwerkbüros "Erfolgsfaktor Familie" und der berufundfamilie Service GmbH am 8. Februar in der IHK zu Dortmund und am 22. Februar in der IHK Region Stuttgart drehten sich deshalb um die Frage, was eine individualisierte Personalpolitik konkret bedeutet, und welche Chancen und Herausforderungen sie für das Unternehmen und die Belegschaft mit sich bringt.

Dabei stellte das Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“ zunächst vor, was die NEUE Vereinbarkeit in der betrieblichen Praxis für Veränderungen mit sich bringt, bevor Birgit Weinmann von der berufundfamilie Service GmbH einen Blick in die Zukunft wagte. Denn Digitalisierung, demografischer Wandel, Globalisierung und die Beschleunigung von Arbeitsprozessen führen zu neuen Herausforderungen, die von Beschäftigten und Arbeitgebern gleichermaßen getragen werden sollten.

Dem Vortrag von Birgit Weinmann lag die als Explorationsstudie angelegte Befragung „Vereinbarkeit 2020“ zugrunde. Ihr Fokus ruht auf der Relevanz von Lebensentwürfen im Kontext der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Mehrere Arbeitgeber aus dem Rhein-Main-Gebiet beteiligten sich. Rund 1.000 Beschäftigte antworteten, so dass eine valide Datenbasis generiert wurde.

Insgesamt konnten drei Lebensentwurfscluster identifiziert werden, die sich in Priorisierungen der abgefragten Motivations- und Entscheidungsparameter der Beschäftigten unter-scheiden:

  •  Im Cluster A, der größten Gruppe, stehen beispielsweise flexible Arbeitszeitmodelle und der Einfluss entsprechender Gestaltungsspielräume auf das Privatleben auf den vorderen Plätzen.
  •  Im Cluster B, in dem Führungskräfte überrepräsentiert sind, werden Entwicklungsmöglichkeiten und leistungsgerechte Vergütung, aber auch die Notwendigkeit der Väterförderung priorisiert.
  •  Im Cluster C finden sich überproportional viele Beschäftigte ohne Familienaufgaben im engen Sinne, die das Betriebsklima für die Vereinbarkeit im Gegensatz zu den ersten beiden Clustern als weniger gut empfinden.

Weinmann präsentierte mit Blick auf diese drei Cluster die Trends auf dem Weg zur Vereinbarkeit 2020 und berichtete, was Arbeitgeber leisten und was Beschäftigte von ihnen aktuell erwarten.

Als Praxisbeispiel stellte sie in Dortmund die Firma ExTox Gasmess-Systeme aus Unna vor, Gewinner des Unternehmenswettbewerbs „Erfolgsfaktor Familie 2016“ des Bundesfamilienministeriums in der Kategorie „kleine Unternehmen“.

So hat bei ExTox eine Mitarbeiterin als „Wohlfühl-Managerin“ ein Ohr für die ganz individuellen Bedürfnisse der Beschäftigten. Das Unternehmen hat Vertrauensarbeitszeit eingeführt, und es gibt die Möglichkeit, Arbeitszeit und -ort individuell zu vereinbaren. Einen ganz besonderen Stellenwert nimmt bei ExTox das Thema Pflege ein, denn das Unternehmen möchte es für seine Belegschaft aus einer möglichen Tabuzone holen. Zwei Beschäftigte haben sich zum Pflegebegleiter ausbilden lassen, und um den offenen Umgang mit dem Thema Pflege zu verbessern, komponierte die firmeneigene Band sogar einen Song zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.

Mehr als 50 Teilnehmer/innen diskutierten am 22. Februar 2017 in der IHK Region Stuttgart die Chancen und Herausforderungen einer individualisierten Personalarbeit. Große Zustimmung erhielt die These, dass individuelle Vereinbarkeitslösungen immer auch Teamlösungen sein müssen. Arbeitsorganisation und Vertretungsregelungen sind dabei zentrale Stellschrauben. Individualisierte Personalarbeit braucht aber auch die Eigenverantwortung der Beschäftigten. Teambuildingmaßnahmen sind hier ein wichtiger Ansatzpunkt. Ob die Personalarbeit der Zukunft in erster Linie Veränderungs- und Kulturarbeit ist wurde kontrovers betrachtet. Einblicke in die Personalarbeit ihrer Unternehmen gaben in Stuttgart Jasmin Schmalenbach (Südwestbank AG) und Matthias Stroezel (SSC-Services GmbH). Ihr Fazit für eine individualisierte Personalarbeit: Eine authentische, klare und vertrauensvolle Kommunikation ist die Basis. Wichtig ist, auch die Grenzen für individualisierte Lösungen aufzuzeigen. Es gehe nicht darum, viele Angebote zu machen, sondern solche, von denen viele profitieren. Wegen der großen Nachfrage in der Region Stuttgart wird dieser Workshop voraussichtlich im Juli wiederholt. Informieren Sie sich auf dieser Homepage unter „Termine“.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgefordert, selbst zu diskutieren, was ihrer Meinung nach die größte Herausforderung der individualisierten Personalpolitik ist. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen dabei überein, dass Kommunikation das A und O ist – im Team, in der Paarbeziehung aber auch gegenüber dem Arbeitgeber. Denn nur wenn eine offene und wertschätzende Dialogkultur auf allen Ebenen gelebt wird, können diese auch ineinandergreifen und so miteinander agieren, dass eine individuelle Personalpolitik für alle Seiten gewinnbringend ist.

Zu Bildern der Veranstaltung in Dortmund gelangen Sie auch hier.

Die Präsentation aus Dortmund können Sie hier downloaden.

Eine Präsentation mit Bildern aus der Veranstaltung in Stuttgart können Sie hier einsehen.

11. Multiplikationsveranstaltung: "Papa ante portas - wenn Väter vereinbaren"

Am 7. Dezember 2016 fand in Berlin im Haus der Deutschen Wirtschaft die 11. Multiplikationsveranstaltung des Netzwerkbüros "Erfolgsfaktor Familie" statt.

Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten in fünf World Cafés zu folgenden Themen:

1. Karriere und Führung

2. Kommunikation: Sprich mit mir! Betriebliche Kommunikation in Sachen 

3. Elternzeit und Wiedereinstieg für Väter

4. Ergebnisorientierung statt Präsenzkultur: Arbeitszeiten, Homeoffice und mobiles Arbeiten

5. Mit- und voneinander lernen: Vorbilder, Botschafter und Väternetzwerke

Die Dokumentation der World Cafés finden Sie hier.

Das Poster "Papa ante portas: Väter-Check für Unternehmen" steht hier zum Download bereit.

Den Fachvortrag von Dr. Martin Bujard, Forschungsdirektor im Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, finden Sie hier.

Den Vortrag von Marco Krahl, Redaktionsleiter Men´s Health Dad, können Sie hier einsehen.

Die Fotos von der gesamten Veranstaltung finden Sie hier.

Hier können Sie das Programm und die Einladung einsehen.

Weitere Informationen zum Thema "Väter und Vereinbarkeit" finden Sie in unserem Blog sowie im Väterbarometer und im Väterreport 2016 des Bundesfamilienministeriums.

Willkommenstag für neue Mitglieder am 8. November in der IHK Magdeburg

Am 8. November hat das Netzwerkbüro gemeinsam mit der IHK Magdeburg den vierten und letzten „Willkommenstag für neue Mitglieder und Interessierte“ für das Jahr 2016 durchgeführt. Über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zu der Veranstaltung, bei der sie sich über die Serviceangebote des Netzwerks informieren konnten und Vorträge zu den Themen „Interne Kommunikation familienbewusster Maßnahmen“ sowie „Familienfreundlichkeit als Teil des Personalmarketings“ hörten. Am Nachmittag bei der Gruppenarbeit standen dann folgende Themen zur Diskussion:

  • Flexible Arbeitszeitgestaltung
  • Interne Kommunikation von familienfreundlichen Maßnahmen
  • Flexible Arbeitszeitgestaltung (für Väter)

Die vollständige Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.

Die Fotos vom Willkommenstag in Magdeburg finden Sie hier.

Willkommenstag für neue Mitglieder am 6. September in der IHK Köln: Gemeinsam für Vereinbarkeit - Stark vor Ort in Köln

Der Willkommenstag für neue Mitglieder im Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ in Köln stand im Zeichen von Kooperation und Kommunikation. Zwei Fragen waren zentral: Wie können Arbeitgeber mit ihren Beschäftigten über familienbewusste Personalpolitik sprechen, und wie können sie gemeinsam familienfreundliche Angebote umsetzen? Antworten auf diese Fragen haben 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 6. September in der IHK zu Köln erhalten.

Zuerst ging es ums Kennenlernen vor Ort. Bei einem lockeren „Speed Dating“ lernten sich die Akteurinnen und Akteure kennen und berichteten von ihrer Motivation dem Netzwerk beizutreten. Dabei war auffallend: Vereinbarkeit wird im IHK-Bezirk Köln und Nordrhein-Westfalen großgeschrieben. Vor Ort gibt es starke Partner, die Vereinbarkeit als Instrument der Fachkräftesicherung gezielt einsetzen und das Angebot vom Netzwerkbüro hierfür gerne in Anspruch nehmen.

Interne Kommunikation und Arbeitszeitmanagement im Fokus

Danach standen zwei Kurzvorträge vom Netzwerkbüro zu den Themen Arbeitszeitmanagement und interne Kommunikation auf dem Programm. Besonders letzterer motivierte zur Diskussion, wie und mit welchen Maßnahmen man die Beschäftigten über die Themen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf informiert. Es ging um Online- und Offline-Formate, persönliche Ansprache, fahrbare Tresen, Personalgespräche und das klassische „Schwarze Brett“, um nur einige Maßnahmen zu nennen, welche die Kommunikation rund um die Vereinbarkeit im Betrieb erleichtern können. Diskutiert wurde auch branchenspezifisch – dabei lag ein besonderer Fokus auch auf dem öffentlichen Dienst, kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie dem Bereich Pflege.

Arbeitsgruppen zur Vereinbarkeit: Kommunikation, Marketing und Väter

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entschlossen sich daraufhin am Nachmittag in drei Arbeitsgruppen zu folgenden Themen zu arbeiten: Familienfreundlichkeit als Bestandteil des Personalmarketings, Interne Kommunikation zur Vereinbarkeit sowie Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Väter.
Im Bereich des Personalmarketings wurde vor allem der Recruiting Prozess unter die Lupe genommen. „Wie kann ich mit Vereinbarkeit gerade im Azubi-Bereich punkten“ – dies war eine der ganz zentralen Fragen. Ebenfalls ging es darum, wie man das Thema Vereinbarkeit so attraktiv darstellen kann, dass sich Bewerberinnen und Bewerber deshalb für ein Unternehmen entscheiden.

Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entscheidend

Mit Blick auf die Belegschaft diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie man Vereinbarkeitsthemen authentisch im Betrieb diskutiert. Fest stand für diese: Die beste Vereinbarkeitsmaßnahme nützt nichts, wenn es an den Menschen im Betrieb und ihren Interessen vorbeigeht. Daher wurde angeregt, regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durchzuführen, um zu wissen, was die Belegschaft bewegt. Ebenfalls wichtig: Ein Ausgleich für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aktuell keine familiären Pflichten im Berufsalltag berücksichtigen müssen. Und von überragender Bedeutung: Die Vorbildfunktion von Führungskräften. Denn diese können aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer etwas bewegen: Wenn jemand aus der Geschäftsführung Familie und Beruf vereinbart und dies vorlebt, läuft es in der Regel im Betrieb in Punkto Vereinbarkeit selbstverständlicher.

Wichtig ist das Thema vor allem für Väter. Denn vielfach ist das Rollenverständnis noch getragen von alten Rollenbildern, Klischees und Stereotypen, die es aufzubrechen gilt. Führungskräfte sind deshalb Vorbilder, aber auch Multiplikatoren, die helfen, traditionelle Rollenmuster zu durchbrechen und familienfreundliche Angebote umzusetzen.

Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ unterstützt

Ein Teilnehmer fasste zusammen: „Wenn ich familienfreundliche Angebote alleine nicht umsetzen kann, dann suche ich mir geeignete Partner und dabei unterstützt mich das Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“, denn es ist die Eintrittskarte zu mehr als 6.200 Netzwerkern bundesweit“. Vor Ort hatte das Büro auch jede Menge Informationsmaterial zu familienpolitischen Themen, bei denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer rege bedienten.

Möchten auch Sie sich direkt mit anderen Unternehmen über Angebote zur Vereinbarkeit austauschen? Dann besuchen Sie unseren nächsten Willkommenstag für neue Mitglieder am 8. November 2016 in der IHK Magdeburg. Sie können sich hier kostenlos anmelden.

Das Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“ wird auch im nächsten Jahr vier Willkommenstage ausrichten. Orte und Termine finden Sie in Kürze hier.

Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden. Ihre Ansprechpartnerin:
Dorén Piatkowski
Telefon: (030) 20 308 - 6104
E-Mail: piatkowski.doren@dihk.de

ElterngeldPlus: Regionale Netzwerkveranstaltungen

Die Deutsche Gesellschaft für Personalführung und das Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ haben im Juli 2016 drei Workshops zum betrieblichen Elternzeitmanagement in Düsseldorf, Stuttgart und Berlin durchgeführt. Mit dabei war auch Elterngeld-Expertin Petra Kather-Skibbe (Mitarbeiterin bei KOBRA Berlin und freiberufliche Beraterin), die seit Jahren Paare und Betriebe zu diesem Thema berät und eng mit dem „Erfolgsfaktor Familie“ zusammenarbeitet. Ganz egal ob in Düsseldorf, Stuttgart oder Berlin: Das Interesse war groß, die Veranstaltungen allesamt quasi ausgebucht und auch an Fragen der zahlreichen Personalverantwortlichen mangelte es nicht.

Anlass für die Veranstaltungen war das einjährige Jubiläum des ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus. Diese Maßnahme wurde eingeführt, um die partnerschaftliche Aufteilung der Familienaufgaben zu erleichtern: Den jungen Eltern wird ein längerer und flexiblerer Bezug von Elterngeld, in Kombination mit Teilzeitarbeit und damit ein früherer Wiedereinstieg in den Beruf ermöglicht.

ElterngeldPlus wird auch in der Praxis verstärkt nachgefragt – so der Tenor der Personalverantwortlichen. Dies bestätigt den positiven Trend vom ersten Quartal 2016, wonach sich bundesweit 17,4 Prozent aller Elterngeldbezieher auch für das ElterngeldPlus entschieden haben. “Hohe Flexibilität, großes Interesse, individueller Beratungsbedarf“, charakterisierte Elterngeld-Expertin Petra Kather-Skibbe die Regelungen.

Was auf den ersten Blick komplex erscheinen mag, treffe aber den Nerv der Zeit: Paare hätten heute ihre ganz individuellen Vorstellungen von Vereinbarkeit, kein Fall sei wie der andere. Das mache es für Personaler herausfordernd, ad hoc zu reagieren. Christian Lorenz, Leiter des Hauptstadtbüros der DGFP in Berlin, stellte in diesem Zusammenhang auch die DGFP-Studie zur Elternzeit vor, die das innerbetriebliche Management näher beleuchtet. Viele Personalverantwortliche berichteten, dass insbesondere die relativ kurzen Meldefristen bei Vätern eine innerbetriebliche Herausforderung darstellen. Viele Männer würden das Gespräch mit dem Arbeitgeber noch zu lange hinauszögern, da sie unsicher sind, ob sie durch die Elternzeit eine Gefährdung der eigenen Karriere zu befürchten haben.

Zahlreiches Informationsmaterial zu dieser und weiteren Fragen hatte auch das Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ im Gepäck. „Wie sag ich’s meinen Vorgesetzten“ – lautet etwa der Titel einer Broschüre, die werdende Väter und Mütter gleichermaßen ansprechen soll. „Uns ist es wichtig, eine Unternehmenskultur mit offenem Dialog zu schaffen, bei der die Führungskräfte mit gutem Beispiel vorangehen“, meinte eine Teilnehmerin am Rande der Veranstaltung. Nur so könne man im Team und mit allen von der Elternzeit betroffenen Personen eine gute Gesamtlösung für den Arbeitnehmer, seine Kollegen und den Betrieb selbst finden.

Hier finden Sie die Bilder aus Düsseldorf, Stuttgart und Berlin.

Willkommenstag für neue Mitglieder am 28. April in der IHK Regensburg: Ist es dringend, ist es wichtig, ist es Familie?

Auf dem zweiten Willkommenstag für neue Mitglieder in diesem Jahr begrüßten Referentinnen des Netzwerkbüros am 28. April 2016 zehn neue Mitgliedsunternehmen in der IHK Regensburg für Oberpfalz und Kelkheim. Die Unternehmen aus Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen nutzten den Tag, um sich über die vielseitigen Angebote und Leistungen des Netzwerkbüros „Erfolgsfaktor Familie“ zu informieren und sich untereinander intensiv über aktuelle Themen zur Vereinbarkeit auszutauschen.

Nachdem sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem Speed-Dating vorgestellt haben, gaben die Referentinnen des Netzwerkbüros kurze Inputs zu den Themen Vereinbarkeit von Beruf und Pflege und Vereinbarkeit für die Generation Y. Die Erfahrungen der Unternehmen mit Beschäftigten aus der Generation Y lösten im Anschluss eine intensive Diskussion aus. Das Fazit: Die Erwartungen der Generation Y an die Vereinbarkeit sind unterschiedlich: Je gebildeter junge Frauen und Männer, desto höher sind ihre Erwartungen an den Arbeitgeber. Vereinbarkeit ist dann nur noch eine Frage des „Wie“ und nicht des „Ob“.

Beim Austausch am Nachmittag stand die familienfreundliche Gestaltung der Arbeitszeiten in den verschiedenen Branchen im Fokus – gerade für (Drei) -Schichtbetriebe eine große Herausforderung. Das Fazit: Unternehmen werden in der Lösungsfindung immer kreativer: Springer, Beschäftigte im Rufdienst oder Rentner sind häufig diejenigen, die im Notfall einspringen. Als hilfreich haben sich zudem eine langfristige Dienstplanung, fest vereinbarte Bürotage sowie flexible Wochen-, statt Tagesarbeitszeiten erwiesen. Darüber hinaus diskutierten die Unternehmen über Satellitenbüros als neue Ansätze zur Vereinbarung von Beruf und Familie.
Mit familienfreundlichen Angeboten können Unternehmen Bewerberinnen und Bewerber auf sich aufmerksam machen. Es kommt aber darauf an, genau zu sagen, warum die Familienfreundlichkeit des eigenen Unternehmens im Vergleich zu anderen besonders und individuell ist. Für Unternehmen ist es wichtig, ein Alleinstellungsmerkmal herauszuarbeiten - so das Resümee der zweiten Arbeitsgruppe.

Möchten auch Sie sich direkt mit anderen Unternehmen über Angebote zur Vereinbarkeit austauschen? Dann besuchen Sie einen unserer nächsten Willkommenstage für neue Mitglieder am 06. September 2016 in Köln sowie am 08. November in Magdeburg.
Sie können sich hier kostenlos anmelden.

Willkommenstag für neue Mitglieder in der Handelskammer Hamburg: Der Austausch in Netzwerken bringt schnell wichtige Erkenntnisse

Am 01. März fand in der Handelskammer Hamburg der erste Willkommenstag für neue Mitglieder in diesem Jahr statt. Insgesamt beteiligten sich 13 neue Mitglieder an der Veranstaltung.

Das Programm begann mit einem Speed-Dating - einer Vorstellungsrunde bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, konkret beschreiben konnten, wie für sie die Zukunft der Vereinbarkeit aussehen wird. Diese Szenarien über die Zukunft der Vereinbarkeit aufgreifend, gab das Team des Netzwerkbüros Input zu den Themen „Vereinbarkeit für die Generation Y“ und „Familienfreundlichkeit als Teil des Personalmarketings“. Am Nachmittag bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viel Zeit, um sich in Kleingruppen über die konkrete Umsetzung familienfreundlicher Maßnahmen auszutauschen. Hier standen folgen Themen im Fokus:

•         Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
•         Interne Kommunikation über familienfreundliche Angebote im Unternehmen.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus diesen Diskussionen lauten:

  • Unternehmen müssen das „Rad nicht neu erfinden“. Sie können, z.B. auf Netzwerkveranstaltungen, schnell und unkompliziert voneinander lernen und neue Ideen zur Umsetzung familiensensibler Angebote im Unternehmen gewinnen. So lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass Unternehmen mit Hilfe interner Schulungen oder auch festen Ansprechpersonen Beschäftigte nach und nach für die private Pflege proaktiv sensibilisieren können. Dabei spielt die Art und Weise, wie „Angehörigenpflege“ im Unternehmen angesprochen wird, eine wichtige Rolle.
  • Bei der internen Kommunikation über Familienfreundlichkeit, wozu auch „Angehörigenpflege“ zählt, stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fest, dass Führungskräfte bei der Kommunikation familienfreundlicher Angebote mit gutem Beispiel vorangehen sollten. Dabei sollten Sie das Thema regelmäßig „auf der Agenda“ haben und z.B. über Beschäftigtenbefragungen sowie im Austausch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Lösungen entwickeln.

Die vollständige Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.
Die Fotos vom Willkommenstag finden Sie hier.


In diesem Jahr richtet das Netzwerkbüro drei weitere Willkommenstage aus. Hier erhalten Sie weitere Informationen zu der Anmeldung.

Von Pflege zu Pflege: Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege für Beschäftigte im Krankenhaus ausbauen

In Deutschland wächst der Anteil pflegebedürftiger Menschen. Folglich wächst der Anteil der Beschäftigten, die Beruf und Angehörigenpflege miteinander vereinbaren müssen. Unter dem Titel „Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege für Beschäftigte im Krankenhaus“ diskutierten am 4. März 2016 rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Gästen aus Politik und Praxis darüber, wie Krankenhausbeschäftigte bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege noch besser unterstützt werden können. Dabei standen zwei Handlungsfelder im Fokus: Pflegesensible Arbeitszeitmodelle und gute Kommunikation über Pflege mit Betroffenen.

Der Beruf „verhaftet“ für die Pflege
Annette Widmann-Mauz (MdB), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesgesundheitsminister, betonte, dass Menschen, die beruflich Kranke pflegen und heilen und gleichzeitig zu Hause Angehörige pflegen, in besonderer Weise Unterstützung und Entlastung benötigen. Denn, der Beruf „verhaftet“ für die Pflege. Zum einen erwartet das familiäre Umfeld, dass medizinisch Geschulte die Pflegeverantwortung übernehmen, zum anderen fühlen sich Betroffene selbst verpflichtet. Diese Doppelbelastung kann gravierende Folgen haben: physische und psychische Erschöpfung, Abnahme der Arbeitsmotivation und letztlich Ausstieg aus dem Beruf.

Flexibilität und Verlässlichkeit sind gleichermaßen nötig
Um Beschäftigten helfen zu können, setzen viele Personalverantwortliche auf flexible Arbeitszeiten, denn häufig möchten Beschäftigte vor allem die zeitliche Taktung und seltener den Umfang ihrer Arbeitszeiten ändern. Neben dieser Flexibilität ist Verlässlichkeit bei der Dienstplangestaltung sehr wichtig. Das Städtische Klinikum Wolfenbüttel setzt hier auf einen Springerpool, der bei der Dienstplanung zusätzlich kalkuliert wird. Im Bedarfsfall – wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter kurzfristig die Arbeitszeiten verändern muss - kann jemand aus dem Springerpool den Ausfall abfedern uns so den bestehende Dienstplan sichern. Das Klinikum Saarbrücken erlaubt seinen Beschäftigten - mit einer Ankündigungsfrist von drei Monaten - eine individuelle Arbeitszeitverkürzung. Dadurch steigt zwar der Anteil der Teilzeitbeschäftigten und macht die Dienstplangestaltung komplexer, gleichzeitig erschließt sich das Krankenhaus aber neue Personalquellen, indem es für Menschen, die in Teilzeit arbeiten möchten, ein attraktiver Arbeitgeber wird.

Pflege braucht Gesicht und Namen
Bei den meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege am Arbeitsplatz präsent. Rund die Hälfte kennt Kolleginnen und Kollegen mit Pflegeverantwortung oder es gibt Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz, die untereinander über ihre persönliche Pflegesituation sprechen - das zeigen die Ergebnisse der TED-Umfrage während der Veranstaltung. Trotz dieser positiven Ergebnisse, muss das Thema Angehörigenpflege in einigen Krankenhäusern stärker thematisiert werden. Laut der TED-Umfrage sagen rund 20 Prozent, das Thema ist weitestgehend tabu, weil Betroffene berufliche Konsequenzen befürchten, wenn sie bei Vorgesetzten nach Unterstützung fragen und weitere 12 Prozent sagen, dass Pflege gänzlich tabu ist. Um Beschäftigten besser helfen und somit auch Fachkräfte binden zu können, muss das Thema im Unternehmen regelmäßig und offen angesprochen werden, z.B. in Mitarbeitergesprächen oder in Gesprächskreisen. Hilfreich kann auch eine Arbeitsgruppe sein, die Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege im Krankenhaus bekannt macht und als erste Anlaufstelle für Betroffene dient. Zudem: Pflege braucht Gesichter und Namen, d.h. feste Ansprechpersonen, an die sich Betroffene jederzeit wenden können.

Pflege ist die Herausforderung der Zukunft
Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft Thomas Reumann verweist darauf, dass vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung die Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege die Herausforderung der Zukunft sei - auch für Krankenhäuser und ihre Beschäftigten. Deshalb macht er auf die Notwendigkeit aufmerksam, sich weiterhin intensiv mit dem Thema „Angehörigenpflege“ zu befassen. „Dabei wollen wir auch die Kooperation mit dem Netzwerkbüro ,Erfolgsfaktor Familie' in bewährter Weise fortsetzen“, so Reumann.

Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.

Zehnter Innovationszirkel "Erfolgsfaktor Familie" mit A.T. Kearney 361° in Düsseldorf am 23. Februar 2016

Wie kann eine Karriere mit 45+ oder mobiles Arbeiten in der Zukunft aussehen? Diese und andere Szenarien und Trends diskutierten Personalverantwortliche von Unternehmen wie Caterpillar, BASF, Commerzbank oder Henkel auf dem zehnten Innovationszirkel, zu dem das Netzwerkbüro "Erfolgsfaktor Familie" gemeinsam mit der der Initiative 361° von A.T. Kearney nach Düsseldorf eingeladen hatten.

Unterstützt wurde die Diskussion von einem Expertenvortrag zum Thema "Partnerschaftliche Vereinbarkeit - Ziele für eine familienfreundliche Arbeitswelt 2020" von Ute Stahl, A.T. Kearney.

Das Fazit: „Karrieren werden in den nächsten zehn Jahren noch bunter und vielfältiger sein.“

Die vollständige Dokumentation des 10. Innovationszirkels finden Sie hier. Die Fotos der Veranstaltung finden Sie hier.

Dokumentation der 10. Multiplikatorenveranstaltung: „Karrieremodelle für die Generation Vereinbarkeit“ am 14. Oktober 2015 in Berlin

Rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen, Verbänden und Wissenschaft diskutierten auf der 10. Multiplikatorenveranstaltung unter der Überschrift „Karrieremodelle für die Generation Vereinbarkeit“ darüber, was neue Karrieremodelle sind und wie sie in der Praxis umgesetzt werden können. Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Dr. Achim Dercks, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags e. V., begrüßten zu der Veranstaltung.

Im Mittelpunkt des Programms standen kurze Thesenbeiträge von Expertinnen und Experten, die zu der Vereinbarkeit von neuen und alternativen Lebensläufen und Karrieren sowie möglichen Instrumenten für neue Karrierekonzepte Stellung bezogen. Den Thesenbeiträgen folgten unter Einbeziehung des Publikums Podiumsdiskussionen, in denen die dargestellten Thesen der Expertinnen und Experten diskutiert wurden.

Im Fokus der ersten Podiumsdiskussion standen neue Karrierebilder, das Thema der Lebensphasenorientierung sowie die Entdeckung der „45+-Potenziale“. Gefragt wurde vor allem danach, wie diese Aspekte eine partnerschaftliche Vereinbarkeit ermöglichen können. In der zweiten Podiumsdiskussion ging es dann um die praktischen Instrumente neuer Karrierekonzepte im Unternehmen. Besonders stand hierbei die Frage im Vordergrund, wie diese Instrumente Familien, die sich die Aufgaben bei der Vereinbarkeit partnerschaftlich teilen, voranbringen und ob sie gleichzeitig auch KMU-tauglich sind. Im Rahmen einer „Aktuellen Stunde“ hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer außerdem die Möglichkeit, mehr zum neuen ElterngeldPlus zu erfahren.

Die Dokumentation können Sie hier einsehen.

Zu den Fotos der Veranstaltung gelangen Sie hier.

Die Einladung und das Programm zur 10. Multiplikatorenveranstaltung können Sie hier einsehen.

Dokumentation des 8. Unternehmenstags „Erfolgsfaktor Familie“: „Neue Vereinbarkeit – Flexibilität und Chancen für Familien und Unternehmen in Deutschland“ am 28. Mai 2015 in Berlin

Rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen, Verbänden und Wissenschaft diskutierten beim Unternehmenstag „Erfolgsfaktor Familie 2015“ darüber, was „neue Vereinbarkeit“ ist und wie sie insbesondere durch betriebliches Elternzeitmanagement erleichtert werden kann.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, und der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Dr. Eric Schweitzer, eröffneten den Unternehmenstag. Im Mittelpunkt des Nachmittagprogramms standen die interaktiven Paneldiskussionen zu „Perspektiven von Eltern, die Familie und Beruf partnerschaftlich vereinbaren wollen“, „Elternzeitmanagement 2.0“ sowie zum neuen „ElterngeldPlus und seinen betrieblichen Umsetzungsmöglichkeiten“.

Die Dokumentation können Sie hier einsehen.

Zu den Fotos der Veranstaltung gelangen Sie hier.

Die Einladung und das Programm zum 8. Unternehmenstag "Erfolgsfaktor Familie" können Sie hier einsehen.

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