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Arbeiten, wenn die Kleinsten Ferien machen

Wie einfach die Förderung der betrieblichen Ferienbetreuung sein kann, erzählt Barbara König vom TÜV SÜD im Interview.

Vier Kinder stehen auf Wiese und essen Melonen.

Mit dem Förderprogramm "Betriebliche Kinderbetreuung" können Unternehmen ganz einfach Ferienbetreuung für die Kinder ihrer Beschäftigten anbieten. Foto: Shutterstock

Schulferien – für viele Beschäftigte ist die Kinderbetreuung dann eine große Herausforderung. Nicht immer kann zur gleichen Zeit Urlaub genommen werden und gerade zu Corona-Zeiten sind viele Urlaubstage schon aufgebraucht. Um seine Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen, hat sich TÜV SÜD München dazu entschieden mithilfe des Förderprogramms „Betriebliche Kinderbetreuung“ ein Ferienprogramm anzubieten. Im Interview erklärt Barbara König, Referentin für den Bereich „Beruf und Familie“ bei TÜV SÜD, warum sich das Unternehmen dazu entschieden hat und was sie anderen empfiehlt.

Warum haben Sie sich für die Förderung der Ferienbetreuung durch das Programm „Betriebliche Kinderbetreuung“ entschieden?

Barbara König: Uns ist es wichtig, unsere Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. Deswegen haben wir auch schon in der Vergangenheit Angebote zur Kinderbetreuung ins Leben gerufen. Zum Buß- und Bettag bieten wir beispielsweise seit zehn Jahren in München eine Kinderbetreuung an. An diesem Tag haben Kinder zwar schulfrei, ihre Eltern müssen aber dennoch zur Arbeit. Die Rückmeldungen der Eltern und Kinder sind immer positiv. Wir freuen uns auch mit der Ferienbetreuung Unterstützung anzubieten. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ganz praktische Vorteile: Wenn ich heute weiß, mein Kind ist während der Ferien gut betreut, dann kann ich, egal ob im Homeoffice oder im Büro, völlig entspannt arbeiten und mich wirklich nur auf die Arbeit konzentrieren. Für uns als Unternehmen ist es auf der anderen Seite gewinnbringend für unsere Personalbindung und das Recruiting.

Wie haben Sie einen passenden Partner an der Seite gefunden, der mit Ihnen gemeinsam das Ferienprogramm anbietet?

Barbara König: Wir haben das Glück mit dem Träger Events4Kidz GmbH seit Jahren immer wieder Angebote für unsere Beschäftigten und ihre Kinder einzurichten. Daher haben wir auch diesmal schnell entschieden das Ferienprogramm gemeinsam umzusetzen. Wir haben uns zusammengesetzt und geschaut, was uns als Unternehmen dabei wichtig ist. Das Konzept hat dann Events4Kidz erstellt, wir mussten uns um nichts mehr kümmern. Auch nicht, um das Hygienekonzept in Corona-Zeiten. Das ist das Tolle, wenn man sich als Unternehmen einen Partner an die Seite holt.

Wie genau sieht Ihr Ferienprogramm aus?

Barbara König: Je nach Bedarf können Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren nur ein paar Tage oder über den gesamten Zeitraum von vier Wochen in den Sommerferien betreut werden. Unser Programm ist dabei so aufgesetzt, dass es sich nie wiederholt und deshalb für die Ferienkinder nicht langweilig wird. Der Themenschwerpunkt bei unserem Programm liegt auf der Digitalisierung und wie die Kinder damit umgehen können. Neben Sport und Basteln als Teile des Programms, lernen die Kinder auch auf spielerische Weise zu „digitalen“ Themen.

Was würden Sie unentschlossenen Unternehmen raten, die noch nicht wissen, ob eine betriebliche Ferienbetreuung etwas für sie ist?

Barbara König: Zunächst ist eine Geschäftsführung entscheidend, die Eltern im Alltag unterstützt. Überzeugen Sie also Ihre Geschäftsführung von den Vorteilen. Für Mitarbeitende ist eine ausgewogene Work-Life-Balance wichtig. Als Unternehmen kann man sie dabei auf unterschiedliche Weise unterstützen, so eben auch bei der Ferienbetreuung. Generell ist die Umsetzung der Ferienbetreuung und Antragsstellung beim Förderprogramm einfacher als man zunächst denkt. Es ist ein tolles Angebot, das man als Unternehmen nutzen und einfach starten sollte. Mit einem versierten Partner an seiner Seite kann das gut gemeistert werden. Das Gute daran: Die meiste Arbeit übernimmt der Träger und ich als Unternehmen muss mir keine Gedanken um Organisation und Hygienekonzept machen.

Über das Förderprogramm

Berufstätig sein und die Kinder gut betreut wissen: Hier setzt das Förderprogramm „Betriebliche Kinderbetreuung“ an. Da eine gute betriebliche Kinderbetreuung zum Unternehmen und den Beschäftigten passen muss, können Unternehmen aus vier Modulen ein passendes Betreuungsangebot für ihre Beschäftigten entwickeln. Über das vierte Modul unterstützt das Förderprogramm Unternehmen dabei, ihren Beschäftigten auch während der Ferien eine Kinderbetreuung zu ermöglichen.  

In unserem Praxisbeispiel gibt noch weitere Informationen zur Umsetzung der Ferienbetreuung bei TÜV SÜD. Sie interessieren sich für das Förderprogramm „Betriebliche Kinderbetreuung“ und möchten die betriebliche Ferienbetreuung fördern lassen? Unser Ideenkoffer gibt Ihnen wichtige Tipps und Inspirationen.

 

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