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Unternehmenskultur entscheidet über gute Vereinbarkeit

Eine Studie zeigt, dass es teils große Unterschiede gibt, wie Beschäftigte und Arbeitgeber Angebote zur Vereinbarkeit im Unternehmen wahrnehmen.

Bild zeigt: Menschen vor Glaswand

Die im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellte Studie „Unternehmenskultur – Der entscheidende Erfolgsfaktor für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ zeigt: In vielen Betrieben bestehen zum Teil deutliche Unterschiede darin, inwieweit Arbeitgeber und Beschäftigte die Unternehmenskultur als familienfreundlich wahrnehmen. 44 Prozent der Arbeitgeber geben an, ihre Unternehmenskultur sei sehr familienfreundlich. Dies sehen aber nur 24 Prozent der Beschäftigten so. Bei flexiblen Arbeits- und Arbeitszeitmodellen liegt die Wahrnehmung des Angebots aus Beschäftigtensicht im Schnitt rund 23 Prozent niedriger als die Unternehmensangabe zum Angebot. Dabei weist die Studie einen direkten Zusammenhang zwischen Unternehmenskultur und Vereinbarkeit aus: Über 99 Prozent aller Beschäftigten in Unternehmen mit einer sehr familienfreundlichen Unternehmenskultur können Familie und Beruf gut oder sehr gut miteinander vereinbaren.

Mit der Studie wurde auf Basis einer repräsentativen Befragung von Arbeitgebern und Beschäftigten erstmals der Zusammenhang zwischen dem Grad der Familienfreundlichkeit der Unternehmenskultur und einer tatsächlich gelebten Vereinbarkeit von Familie und Beruf detailliert nachgewiesen. Dabei wurde deutlich: Die Familienfreundlichkeit in der Wirtschaft hat in den vergangenen zehn Jahren zugenommen. Allerdings hakt es häufig noch im Alltag – zum Beispiel, wenn die Inanspruchnahme von familienfreundlichen Angeboten nicht breit akzeptiert ist oder für Beschäftigte mit negativen Konsequenzen verbunden sein kann.

Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley betont die ökonomische Relevanz einer familienfreundlichen Unternehmenskultur: „Wir brauchen in den Unternehmen in Deutschland einen Kulturwandel: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss selbstverständlich werden! Dazu gehören auch Angebote für Väter, vollzeitnahe Teilzeitangebote und Führungskräfte, die auf die Bedürfnisse der Beschäftigten eingehen – nicht auf dem Papier, sondern im Unternehmensalltag. Das lohnt sich: Wenn Unternehmen ihren Beschäftigten familienfreundliche Arbeitsbedingungen bieten, können sie und der gesamte Wirtschaftsstandort Deutschland davon profitieren: Väter sind bei der Arbeit und in ihrem Familienleben zufriedener, Mütter können früher wieder in den Beruf einsteigen und mit mehr Stunden arbeiten und es werden mehr Kinder geboren. Eine familienfreundliche Unternehmenskultur ist kein Hindernis für wirtschaftlichen Erfolg, sondern eine Voraussetzung für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensführung.“

Flankiert wird die Studie von Unterstützungsinstrumenten für Personalverantwortliche: Mit dem Kulturcheck des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“, den bereits fast 1.000 Unternehmen absolviert haben, können Personalverantwortliche unkompliziert testen, wo ihr Unternehmen steht: Welchen Stellenwert nimmt Vereinbarkeit im Unternehmen ein und wie selbstverständlich gehört Familienfreundlichkeit zum Arbeitsalltag dazu? Das Online-Tool bezieht in die Auswertung Faktoren wie Unternehmensziele, Kommunikation, Arbeitsbedingungen, Lebensphasenorientierung und Führungsverhalten mit ein. Unternehmen erhalten so konkrete Hinweise, wie sie ihre Unternehmenskultur noch familienfreundlicher gestalten können. Dass sich Vereinbarkeit schon mit kleinen Schritten umsetzen lässt, verdeutlicht der neue Powerpoint-Baukasten „NEUE Vereinbarkeit – Potenziale für die Arbeitswelt“. Die Ergebnisse des Kulturchecks lassen sich einfach in die Vorlage übertragen und so strukturiert für Präsentationen verwenden. Daten und Fakten rund um das Thema Vereinbarkeit stellen die Ergebnisse in einen direkten betriebswirtschaftlichen Zusammenhang.

Die Studie „Unternehmenskultur – Der entscheidende Erfolgsfaktor für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ finden Sie hier.
Die Pressemitteilung des BMFSFJ zur Studie finden Sie hier.
Den Kulturcheck finden Sie hier.

Den Powerpoint-Baukasten für Personalverantwortliche können Sie hier herunterladen

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