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Fortschritte für Familien

Der jetzt erschienene „Fortschrittsindex 2017“ gibt einen Überblick, was sich in den letzten Jahren bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf getan hat

Bild zeigt: Forschungindex

Der Fortschrittsindex 2017 zeigt: Die NEUE Vereinbarkeit wirkt – schon mehr als jeder dritte Vater nimmt mittlerweile Elterngeldmonate in Anspruch. In manchen Bundesländern sogar fast jeder zweite Vater.

Anlässlich des 10. Unternehmenstages „Erfolgsfaktor Familie“ im Haus der Deutschen Wirtschaft hat Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek den „Fortschrittsindex 2017“ vorgestellt. Der „Fortschrittsindex 2017“ beschreibt die Erfolge, Entwicklungen und Aktivitäten von Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften zur Förderung einer familienbewussten Arbeitswelt in den vergangenen Jahren. Im September 2015 hatten sich das Bundesfamilienministerium und die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft (DIHK, BDA, ZDH) und der DGB im Memorandum „Familie und Arbeitswelt – Die NEUE Vereinbarkeit“ auf gemeinsame Ziele verständigt und diese seither vorangetrieben.

Staatssekretär Dr. Kleindiek hebt die Erfolge hervor: „Immer mehr Unternehmen setzen die NEUE Vereinbarkeit mit innovativen Konzepten in ihrem betrieblichen Alltag um, weil sie erkannt haben, dass Väter sich Zeit für ihre Kinder wünschen und Mütter nicht aufs Karriere-Abstellgleis gehören. Die Idee der Familienarbeitszeit ist eine gute Ergänzung, um Familien zu unterstützen, wo die Eltern beide vollzeitnah arbeiten und sich beide um die Kinder kümmern möchten. Das kommt auch der Wirtschaft zu Gute.“

Eine wichtige Zielgruppe der NEUEN Vereinbarkeit sind zum Beispiel aktive Väter, die mit ihren Wünschen nach mehr Zeit für die Familie den Wandel in der Arbeitswelt vorantreiben. Rund 70 Prozent der jungen Väter möchten ihre Arbeitszeiten reduzieren. Anreize wie das ElterngeldPlus haben dazu beigetragen, dass partnerschaftliche Aufgabenteilung für immer mehr Paare zum Wunschmodell wird. Mittlerweile nimmt jeder dritte Vater Elterngeldmonate in Anspruch, in manchen Regionen schon jeder zweite. Für die Wirtschaft ist das ein Gewinn, denn diese Väter unterstützen ihre Partnerinnen dabei, nach der Geburt des Kindes wieder früh in den Job zurückzukehren. Tatsächlich ist die Erwerbstätigkeit von Frauen mit Kindern im Alter zwischen zwei und drei Jahren von 2006 bis 2015 um 17 Prozent gestiegen.

Deutlich gestiegen ist auch der Anteil der Unternehmen, die Familienfreundlichkeit für wichtig halten: von 47 Prozent im Jahr 2003 auf 77 Prozent im Jahr 2016. Dabei haben viele Betriebe ihre standardisierten familienfreundlichen Maßnahmen zu individuellen, innovativen Konzepten weiterentwickelt, das zeigen nicht zuletzt die Gewinnerunternehmen des Wettbewerbs „Erfolgsfaktor Familie 2016“.

Der Index zeigt aber auch den weiteren Handlungsbedarf auf: Trotz des erfolgreichen Ausbaus der Kinderbetreuung übersteigt der Bedarf der berufstätigen Eltern das Angebot, insbesondere im Bereich der Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern. Und der Blick in die Unternehmen zeigt: Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingt nur dann, wenn familienfreundliche Leitlinien auch im betrieblichen Alltag gelebt werden. Nach wie vor besteht oft noch ein Unterschied zwischen der Selbstwahrnehmung von Unternehmen in puncto Familienfreundlichkeit und der Wahrnehmung der Beschäftigten.

Den „Fortschrittsindex 2017– Erfolge auf dem Weg zur NEUEN Vereinbarkeit“ finden Sie hier.

Die Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums zum Fortschrittsindex finden Sie hier.

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